Der letzte Blog hatte das Thema Stärkung der Vergangenheit und Verwurzelung zum Thema.

Das Thema Verwurzelung hat mich nachher noch intensiv beschäftigt und so inspiriert es mich, diesen Blog zum Thema „wo bin ich Zuhause?“ zu schreiben.

Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich im 30.Stock und mein Blick kann über eine offene Landschaft und den weiten Himmel schweifen. Nein, ich bin nicht in einer Grossstadt im Ausland. Das gibt es auch hier und es ist mein neues Büro, dass ich diesen Sommer bezogen habe. Eine neue Wohnadresse und eine neue Geschäftsadresse, dieses Jahr hat grosse Veränderungen gebracht und die Frage „wo bin ich Zuhause?“ ist nicht ganz unberechtigt. Die vertrauten Möbel sind gezügelt, die liebsten Menschen immer noch um mich herum und dennoch hatte ich lange das Gefühl, ich sei in einem schönen Hotel und würde schon bald wieder packen und nach Hause gehen. Was macht aber ein Zuhause aus? Natürlich sind es vertraute Möbel und liebe Menschen, aber das alleine reicht nicht. Je länger ich hier bin, umso überzeugter bin ich, dass es die Rituale sind. Die immer wiederkehrenden kleinen und grossen Verrichtungen im Alltag die uns ein Gefühl von Gewohnheit geben. Besonders augenfällig ist das bei mir wenn ich nach Hause komme. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich einen Ablauf und für alles ein Plätzchen gefunden habe. Noch immer ist nicht alles am richtigen Ort, aber ich muss nicht mehr jedes mal nachdenken, was ich wo habe oder hinlege, es geht allmählich automatisch. Seit ich mein Nachhause-Ritual (wieder) habe, fühle mich angekommen und nenne die neue Adresse mein Zuhause.

Praxistipp:

Es muss nicht unbedingt beim nach Hause kommen sein. Es ist aber interessant sich selber zu beobachten, wo man seine kleinen, täglichen Rituale hat. Mit diesen Rituale sollte man sorgsam umgehen und falls nötig auch Plätze dafür schaffen. Sie sind das, was uns das Gefühl von Zuhause geben.