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China, Feng Shui und die Schweiz

4.03.2016

China, Feng Shui und die Schweiz

Immer wieder muss ich schmunzeln, wenn ich sehe wie Leute sich suchend in unserem Haus oder meinem Büro umblicken. Ihre Blicke sprichen Bände: "Und wo ist das Feng Shui?" können sich dann aber die meisten knapp verkneifen.

Ja, ich gebe es zu, ich habe einen kleinen Lucky-Buddha im Büro. Er hat mich einfach angelacht und sitzt nun seit Jahren auf dem Regal und schaut mir bei meiner Arbeit über die Schulter. Ansonsten ist mein Büro freundlich, anregend, teilweise sogar aufgeräumt und unterscheidet sich kaum von einem anderen Büro. Kleine Details fallen, wenn überhaupt, erst auf den zweiten Blick auf. Mein Credo lautet: Gutes Feng Shui sieht man nicht, sondern es fügt sich stimmig ins bestehende Wohn- oder Arbeitskonzept ein.

 

In China sieht man das etwas anders. Hatte man eine Beratung oder auch nur einen Artikel über Feng Shui gelesen, so wird das für alle ersichtlich umgesetzt und auch kommuniziert. Dies konnte ich erleben, als mich ein Auftrag nach China führte. Als Schweizerin einen Kunden in China nach den Grundsätzen von Feng Shui zu beraten, ist vermutlich genauso ein Highlight, wie wenn ein chinesischer Käser in die Schweiz eingeladen würde um zu zeigen wie man Käse herstellt. Aber genau das ist mir passiert. Ehrlichkeitshalber muss ich erwähnen, dass es eine Schweizer Firma ist, die in China, Suzhou, einen Neubau errichtete.   

 

Bei meinem Besuch wurde ich unter anderem durch die alten Büroräume geführt und verschiedenen Leuten vorgestellt. Hier zeigte sich, dass mit dem Wissen von Feng Shui ziemlich unverkrampft umgegangen wird. Mancher alter chinesischer Meister würde sich wohl  im (nach Yin Feng Shui ausgerichteten) Grab umdrehen, wenn er erfahren würde, wie heute zum Teil altes Wissen nach Gutdünken und mit viel Aberglaube gemischt wird. Neben einem Schreibtisch stand ein kleines Aquarium mit zwei apathischen Fischen die gutes Geld bringen sollten. An einem anderen Ort wurde ein Pixu (eine Gestalt halb Hund, halb Löwe) im 90 Grad Winkel zum Bildschirm aufgestellt um das Glück anzuziehen. Ein Dritter zeigte voll Stolz auf die rote Schreibunterlage und wiederholte immer wieder: good Feng Shui, good Feng Shui!

 

In den neuen Büroräumen werden wohl solche „Installationen“ auch nicht ganz zu vermeiden sein. Es gehört einfach zur chinesischen Kultur und wird gerne gezeigt. Ich hoffe aber, dass sich das "gut-schweizerische" Feng Shui so in den Räumen integriert, dass sich alle wohl fühlen und auf eigene obskure Massnahmen verzichten kann.

Praxistipp:

Auch wenn ich mit diesem Tipp vielleicht den einen oder anderen Auftrag nicht bekomme, so sei er hier trotzdem erwähnt: Hören Sie auf ihr Bauchgefühl und richten Sie ihre Umgebung so ein, dass es für Sie persönlich passt. Die beste Feng Shui Massnahme bringt nichts, wenn es für Sie nicht stimmig ist. Ein Raum ist immer ein Abbild der Persönlichkeit die darin wohnt, und diese bestimmt, wie ihre Umgebung aussehen soll. Was aber nicht heissen soll, dass man seine Einrichtung und die damit verbundenen Einstellungen zwischendurch auch mal kritisch hinterfragen und gegeben falls verändern sollte.

Die Erleuchtung kommt oft erst spät

15.01.2016

Verschiedene Lichtquellen und mindestens 500 Lux braucht es für einen guten Arbeitsplatz

Die Erleuchtung kommt oft erst spät.

Wenn ich am Morgen aufstehe ist es dunkel, wenn ich am Abend aus dem Büro gehe auch wieder. Und der Tag der dazwischen liegt ist auch nicht gerade erhellend.

Die Entwicklung von Farbkonzepten ist schwierig, wenn man ausschliesslich im Kunstlicht arbeitet. Aber auch sonst ist diese Zeit zum Arbeiten oftmals wenig motivierend. Dass Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D und Glückshormonen fördert, ist ausreichend bekannt. Aber auch das richtig eingesetzte künstliche Licht kann viel zu unserem Wohlbefinden beitragen.

 Während ich diese Zeilen schreibe, brennen vier Halogenlampen an der Decke und dazu noch eine Ständerlampe in der Ecke. So richtig hell ist es aber irgendwie trotzdem nicht. Für ein gutes Arbeitslicht brauchen wir mindestens 500 Lux. Lux ist die Masseinheit, für das Licht das tatsächlich auf einen Platz trifft. Neuerdings ist auf den Verpackungen von Lampen neben vielen anderen Bezeichnungen die Einheit Lumen angegeben. Was ist der Unterschied zwischen Lux und Lumen? Wieviel von diesen Lumen braucht es um "genug" Licht zu haben? Wo bleibt die Wattbezeichnung die man von den Glühlampen her kannte? Wieviel Licht eine 40 Watt Glühbirne gibt kann man sich ungefähr vorstellen. Aber was gilt nun bei den neuen Bezeichnungen?

 Lumen ist die Einheit die von einem Leuchtmittel abstrahlt. Sie ersetzt die Masseinheit von Watt die früher relevant war. Die Faustregel sagt, 1 Watt sind 10-12 Lumen. Somit entspricht eine 60 Watt Glühbirne 600 – 700 Lumen. Lux hingegen ist das Licht, das effektiv an einem Ort auftrifft. Es variiert je nach Nutzung des Raumes zwischen 10 (Keller) bis 1000 (Schminkspiegel).

 Je besser ein Platz beleuchtet ist, desto leichter fällt es der arbeitenden Person sich zu konzentrieren. Der restliche Raum sollte aber nicht zu dunkel sein, da unser Auge sonst schnell ermüdet. Apropos ermüden: Auf Stromsparlampen und Leuchtstoffröhren sollte an Orten an denen wir länger verweilen ganz verzichtet werden. Sie sind für unsere Augen ungeeignet.

 Mit einer einfachen gratis App habe ich das Licht an meinen Arbeitsplatz gemessen. 320 Lux ist das Ergebnis. Wie sagt man so schön: Der Dachdecker hat das kaputteste Dach, der Zahnarzt die schlechtesten Zähne und der Lehrer die unerzogensten Kinder. Ja, und die, die auf einen kraftvollen Arbeitsplatz pocht, selber einen schlecht ausgeleuchteten Schreibtisch. Ich bin dann mal weg....... auf dem Weg zum nächsten Lampengeschäft.

 

Ich wünsche allen eine erhellende Zeit!

Praxistipp:

Warmes Licht wirkt gemütlicher als Kaltlicht. Wer es so richtig gemütlich mag, achtet auf die Bezeichnung "Kelvin". Sie gibt die Lichttemperatur an. 3300 Kelvin und weniger sorgen für Wärme und Behaglichkeit in unseren Räumen.

Räuchern

15.12.2015

 

 

Jetzt nahen sie wieder, die Rauhnächte!

 

Die Nachfrage nach Räucherboxen und Räucherterminen zeigen nicht nur, dass bald Weihnachten ist, und alle auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken sind, sondern auch das Bedürfnis haben, diese Zeit besonders zu gestalten.

 

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist eine besonders magische Zeit. Sie wurde bereits im frühen Altertum zelebriert. Es ist die Zeit zwischen den Jahren, die Niemandszeit, die Übergangszeit. In diesen Tagen schritt in der frühen Geschichte Gott Wotan oder auch Odin über den Himmel und das Tor zur Anderswelt stand offen. Ihre Überbleibsel finden wir im amerikanischen Santa Claus der, wie Wotan oder Odin, mit Bart und Mantel und neu bequeme mit dem Schlitten über den Himmel reitet.

Die Rauhnächte, oder Rauchnächte wie sie oft auch genannt werden, bezeichnen die 13 Nächte und 12 Tage zwischen dem 24. Dezember und 6. Januar. Die geistige Welt erwacht und zieht umher. Mit Altem wird abgerechnet und Neues kann vorbereitet werden. Woher das Wort "Rauhnächte" kommt ist nicht restlos geklärt. Eine Erklärung ist, dass es aus dem Wortstamm "ruch" (haarig) kommt und die Tierfelle bezeichnet, mit denen Umzüge veranstaltet wurden, um die bösen Geister zu vertreiben. Die wilden Gestalten zogen in diesen Nächten durch die Dörfer um Gerechtigkeit zu üben, Betrug offen zulegen und vor Lug zu warnen.

 

Das mit dem Tierfell lasse ich lieber, aber mit einer Räucherschale sieht man mich auch ab und zu herumziehen. Es ist eine gute Zeit um die alten Energien auszuräuchern und das neues Jahr vorzubereiten. Räucherungen können aber nicht nur in den Rauhnächten, sondern immer bei Veränderungen gemacht werden. Sei dies nun bei einem Umzug, zum Beginn einer neuen Beziehung, nach Krankheiten oder was es sonst halt noch für Umbrüche im Leben gibt.

Die Rauhnächte haben aber auch noch eine andere, besondere Bedeutung:

Es gibt eine Legende die besagt, dass was man in den 12 Nächten ab dem 24.12. träumt sich in den nächsten 12 Monaten bewahrheiten wird. Das heisst, die erste Nacht entspricht dem Januar, die zweite dem Februar und so weiter. Jedes Jahr lege ich mir ein kleines Notizheft auf den Nachttisch und........ die Seiten bleiben leer. So sehr ich mich auch bemühe, meine Träume liegen zu tief und ich erinnere mich am Morgen jeweils nur vage oder gar nicht mehr. Wenn ich aber auf das vergangene Jahr zurückblicke, habe ich nicht das Gefühl, dass die Zeit leer war. Sie war gefüllt mit vielen grösseren und kleineren Ereignissen und hätten mehr als genug Stoff für 12 Traumnächte geboten. Vielleicht klappt es ja dieses Mal! Probieren Sie es doch auch!

 

Was ich aber ohne Blick in die Träume weiss ist, dass ich mich wieder auf viele interessante, inspirierende und freundschaftliche Begegnungen in der Feng Shui Praxis freue, und ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von Herzen das Beste für 2016 wünsche.

 

Praxistipp:

Räuchern ist gar nicht so schwierig und jetzt ist die Zeit ideal. Farfalla hat ein tolles Angebot an Räuchersachen. Die Mischung "Atmosphärenreiniger" ist besonders zu empfehlen. Möchten Sie nicht in eine Räucherschale investieren, kann auch ein Blumentopfuntersatz verwendet werden. Es empfiehlt sich in dem Fall, eine hitzebeständige Unterlage (Kochtopfuntersatz) unter die Schale zu schieben, um Brandflecken auf dem Parkett zu vermeiden.

Das Schlafzimmer -alles andere als langweilig

13.11.2015

 

                                                                                               Das typische Schlafzimmer?

 

Das Schlafzimmer – alles andere als langweilig

Das Wohnzimmer wird oft hochwertig und aufwendig eingerichtet, während das Schlafzimmer ein eher praktisches bis kümmerliches Dasein fristet. Der gesunde und erholsame Schlaf, wie auch die Partnerschaft, sind aber wichtig und sollten in diesem Raum ihre Energie bekommen.

Diese Woche war ich für eine Farbberatung bei einer Kundin. Sie hat genug von weissen Wänden. Es soll etwas Neues, Harmonisches entstehen. Wir gehen von Raum zu Raum und besprechen ihre Wünsche und Anliegen. Als wir das Schlafzimmer betreten, bin ich erstaunt und erfreut. Der Raum wirkt sehr behaglich und äusserst harmonisch. Es ist ein Schlafzimmer wie in einem der perfekten Glanzmagazine, mit dem Unterschied, dass es aber eine sehr persönliche Note hat. Liebevoll und mit viel Umsicht ist der Raum mit Textilien und einigen wenigen Dekogegenständen gestaltet. Er wirkt nicht überladen und fertig eingerichtet. Als ich sie darauf anspreche meint sie verwundert, das hätte ich doch so in meinem Ratgeber empfohlen. Sie habe nur umgesetzt was dort stehe. Ihr sei eine harmonische und liebevolle Beziehung wichtig, und da das Schlafzimmer für das Thema Beziehung und Partnerschaft stehe, gebe sie sich mit diesem Raum besonders Mühe.

 

Auf der Rückfahrt zum Büro (vermutlich in der Fahrtrance, siehe Blogg Oktober) überlege ich mir wie unser Schlafzimmer aussieht und was ich dort noch verbessern könnte. Die überzeugenden und schlichten Worte der Kundin haben mir bewusst gemacht, dass eine harmonische Beziehung nicht selbstverständlich ist. Es muss immer wieder daran gearbeitet werden. Im Innern, sprich an der eigentlichen Beziehung, wie auch im Äussern, braucht es immer wieder kleine Veränderungen und Anpassungen um eine Partnerschaft lebendig zu erhalten.

 

Ich werde wohl wieder mal meinen Ratgeber durchlesen und kritisch durch das eigene Schlafzimmer gehen. Für meine Kundin haben wir eine wunderschöne Farbnuance in „terracotta“ gefunden.Sie wird bestens in ihr Schlafzimmer passen, bis sie es irgendwann wieder umsichtig und achtsam ändern wird.

Praxistipp:

Auf meiner Homepage befindet sich ein Ratgeber über die Gestaltung vom Schlafzimmer zum Herunterladen. Möchte man den Raum besonders in dieser eher trüben Jahreszeit kuschliger gestalten, so eignet sich Biberstoff (Flanell) besonders gut. Wird sie in einem Uniton gewählt und mit bunten Zusatzkissen dekoriert, entsteht einfach und wirkungsvoll ein "neues" Schlafzimmer.

                                                                                           ein paar Kissen, Farben....et voilà

Der Feng Shui Energie-Fluss

12.10.2015

Liebe Leser und Leserinnen

Jetzt geht es also los! Hier soll ein Blog entstehen. Erst mal liegt ein weisses Blatt Papier vor mir und auch die Wordseite ist noch jungfräulich leer.

Als die Idee von einem Blog an mich herangetragen wurde, war mein erster Gedanke: "Was soll ich schon zu schreiben haben, dass die Welt interessieren könnte. Zeit habe ich auch kaum. Nicht zu vergessen meine Abneigung gegen Komaregeln und den Genitiv ignoriere ich auch regelmässig. Nein Blog schreiben kann ich nicht, will ich nicht, soll ich nicht!". Aber wie es dann halt so geht, hat sich ein Gedanke mal eingeschlichen und hält sich immer hartnäckiger fest. Auf den, zum Teil längeren, Autofahrten zu Kunden entstehen erste Ideen und aus dem "nein" wird ein "man könnte es ja probieren" und schliesslich "wow, das hat Potential".

Ja, dann starten wir doch. Die Idee von diesem Blog ist ein wenig aus meiner Praxis zu plaudern und Sie liebe Leser zu motivieren das eine oder andere zu Hause selber umzusetzen. Ich freue mich auf Kommentare, Anregungen und Wünsche.

Warum kommen bei langen Autofahrten gute Ideen?

Feng Shui hat immer mit " im Fluss sein" zu tun. Ist man „im Fluss“ oder wie man heute so schön sagt im „Flow“, dann geht alles leichter von der Hand. Dieser (Energie-)Fluss ist ein wesentlicher Punkt in meiner Beratung. Fliesst die Energie im Raum optimal, so empfindet man die Umgebung als harmonisch und kraftvoll. Staut sich die Energie, so empfinden wir die Räume als unangenehm und blockierend.

Dieser Energiefluss kann man sich wie ein echter, wasserführender Fluss vorstellen. Einen sprudelnden Bach empfinden wir belebender und inspirierender als wenn er staut und verschmutzt ist. Strassen und besonders die Autobahnen wirken auch wie Flüsse. Nicht umsonst spricht man vom Verkehrsfluss. Fährt man nun längere Zeit in einem gleichmässigen Tempo, übernimmt man diesen Fluss. Da der Körper dabei eher unbeweglich ist, verstärkt sich der Gedankenfluss und lässt neue Ideen entstehen. In der Fachwelt spricht man in solchen Situationen von einer Fahrtrance. Die beiden Hirnhälften arbeiten in diesem Zustand optimal miteinander und ein Gedanke führt zum nächsten. So entstehen neue, kreative Ideen!

Nein, ich will niemand ermuntern nun ins Auto zu steigen und sinnlos in der Gegend rumzufahren, nur um auf neue Ideen zu kommen. „Im Fluss sein“ kann man auch auf einem längeren Spaziergang. Bewegt sich der Körper im gleichmässigen Rhythmus so entsteht der gleiche Effekt und es ist gesünder und umweltschonender. Es ist auch naheliegend, dass in der Lehre des Feng Shuis (ein Genitiv und ich habe es gemerkt!) diese Energie dem Element Wasser zugeordnet wird. So gibt es auch Leute, da gehöre ich dazu, die haben Ideen und Gedankenblitze unter der Dusche oder beim Schwimmen. Wer es etwas trockener mag, dem sei der untenstehende Tipp von einem erfahrenen Geomanten empfohlen.

Praxistipp:

Keine Blitzgedanken und zündende Ideen? Hier schafft ein Blitzholzwasser Abhilfe:

Ein Stück Holz, das von einem Blitz getroffen wurde, mindestens 20 Minuten in ein Glas Wasser einlegen und das Wasser anschliessend trinken. Wasser ist ein guter Informationsträger und nimmt in dieser Zeit die zündende und kraftvolle Energie des Blitzholzes auf.

Viel Spass beim Ausprobieren!

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