Blog

Macht dich dein Schrank glücklich?

16.10.2016

 

Macht dich dein Schrank glücklich?

Wie Glaubenssätze unser Wohnen beeinflussen oder "zeige mir deine Wohnung und ich sage dir wie du tickst."

Wenn ich unterwegs ein einzelnes Hochhaus sehe, habe jedes mal ich den Wunsch bei allen zu klingen und kurz hineinzuschauen. Ein Hochhaus hat zahlreiche Wohnungen mit identischen Grundrissen, am identischen Ort, mit der identischen Ausgangslage und dennoch wird sie jeder anders einrichten. Ein Hochhaus ist für mich daher das typische Beispiel, dass die eigenen vier Wände unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Mit was umgebe ich mich? Wo setze ich Schwerpunkte? Und was ist mir herzlich egal? Diese Fragen beantworten sich beim Blick in eine Wohnung. Es gibt aber auch Möbel und Dekogegenstände die irgendwie nicht in unserer Umgebung passen und sich dennoch hartnäckig über Jahre an ihrem Platz behaupten. Es sind in den meisten Fällen Erbstücke oder Geschenke. Sie gefallen uns nicht besonders, aber es ist die Erinnerung an einen lieben Menschen oder Anlass. 

Wir erben Möbelstücke und die Glaubenssätze gleich mit dazu. „Das ist gute Qualität“, „Das bekommst du heute nicht wieder“, „Schade zum fortwerfen“, „ Das gehört zu Familie“ das sind so Sätze die bei solchen Gegenständen mitschwingen.

Oft übernehmen wir Wohngewohnheiten von unserem Elternhaus, weil wir es nicht anders kennen. Die Badewanne gehört ins Badezimmer, logisch, das war schon immer so. Aber ist es immer die richtige Lösung? Vielleicht wäre sie in einem unbenützten Dachzimmer mit einer tollen Aussicht besser platziert, aber man denkt gar nicht daran. Ich plädiere überhaupt nicht dazu verschiedene Raumnutzungen zu mischen. Der Arbeitsplatz gehört nicht ins Schlafzimmer und die Küche sollte nicht fliessend ins Badezimmer übergehen. Aber manchmal lohnt es sich zu hinterfragen, was passt zu mir und meinen Lebensumständen und was habe ich einfach übernommen. 

Das gleiche gilt auch für Möbel und Gegenstände. Welche Sachen brauche ich wirklich und geben mir ein gutes Gefühl. Oft stecken dahinter bewusste oder unbewusste Wünsche und Sehnsüchte. Hier sind besonders Küchengeräte, Sportartikel und Handwerksuntensilien typisch. 

  • Das Bild wie ich in der Küche einen perfekten Kuchen genau mit dieser Form backe und daher eine perfekte Hausfrau bin. (Glaubenssatz: ich genüge nicht)
  • Das Bild wie ich gekonnt etwas repariere und daher der beliebte Helfer in Not bei allen bin. (Glaubenssatz: ich werde nicht geliebt)
  • Das Bild wie ich nächsten Frühling bestimmt mehr joggen gehe und dann einen gestählten Körper habe. (Glaubenssatz: ich sehe zu wenig gut aus)

Solche Glaubenssätze lassen uns Keller, Schränke und Regale füllen.

Praxistipp:

Eine gute und wirkungsvolle Methode solche Glaubenssätze zu erkennen ist, wenn ich mir die Zeit nehmen die einzelnen Gegenstände in die Hand nehme und mich frage: „machen sie mich glücklich?“  Wenn „ja", füllen sie unser Zuhause mit Freude und Energie. Wenn „nein", sollte ich mich fragen welcher falsche Glaubenssatz steckt dahinter, dass er immer noch hier bei mir steht, und wie kann ich ihn nicht nur im Schrank sondern auch im Kopf auflösen?

Orange macht hungrig

14.09.2016

Orange macht hungrig!

Jetzt sieht man sich wieder überall in Geschäften und am Strassenrand orangefarben leuchten: die Kürbisse!

Wären Kürbisse auch so beliebt wenn sie blau oder grau wären? Ein Plädoyer für die Farbe orange:

Orange ist die Farbe des Herbstes. Nicht nur viele Kürbissorten leuchten in dieser Farbe, auch im Haus ist diese Farbe zum Gestalten ideal. Orange ist eine sehr positiv ausstrahlende Farbe und hat nur wenige negative Assoziationen. Orange entsteht aus der Kombination von Rot und Gelb. Oder chinesisch-poetisch ausgedrückt: orange entsteht wenn Feuer/Wärme (Rot) und Erde (Gelb) zusammenkommen. Ja, in der chinesischen Elementen-Lehre wird gelb der Erde zugeordnet. Mehr dazu mal bei einer anderen Gelegenheit.

Orange bedeutet Geselligkeit, Wärme, Austausch. Es ist eine beliebte Restaurantfarbe, da sie neben der Gemütlichkeit auch den Appetit fördert. Wer also eine Diät halten will, sollte die orangefarbenen Tischsets besser nicht auftischen. Orange ist aber auch eine Farbe die mit „preisgünstig“ in Verbindung gebracht. Nicht umsonst haben grosse Ladenketten diese Farbe als Logofarbe gewählt. Diese typische Herbstfarbe hat aber noch eine andere Eigenschaft. Man wird sich ihrer schnell mal überdrüssig. Vielleicht wie der Herbst selber auch? Irgendwann hat man genug von Dekorationen aus Herbstblättern und Kürbissen und räumt sie wieder weg. So geht auch die Farbe Orange schneller als andere Farben als Trendfarbe wieder weg, um aber ein paar Jahre später bereits wieder als neuster Hit aufzutauchen.

Im Raum lässt sich diese Farbe fast überall anwenden. Ideal ist sie sicher in der Küche und im Essbereich, aber auch im Wohnen lässt sich mit orange eine besonders behagliche Atmosphäre entwickeln. Hier ist ein eher dunkleres Orange dass Tendenzen ins Rost oder Braun hat besonders edel und wirkt dann auch nicht billig. Verwendet man orange im Bad, so entsteht ein Wellness-Effekt der sehr beliebt ist. Im Schlafzimmer sollte der Farbton nur pastelltonig verwendet werden, da er sonst zu aktiv wirkt. Das gleiche ist auch für die Kinderzimmer zu beachten. Hier gilt weniger Farbintensität, aber dafür grossflächiger verwenden.

Praxistipp:

Orange ist eine schnelllebige Farbe und sollte daher so verwendet werden, dass man sie ohne grossen Aufwand wieder verändern kann. Textilien und Dekomaterial eigenen sich hierfür am besten. Lassen Sie sich von der Farbe orange inspirieren!

Orange im Pausenraum? Ja!

Warum gerade jetzt Ferien?

14.08.2016

                                                                

 

Warum gerade jetzt Ferien? Ein Erklärungsversuch aus einer anderen Sicht

Es wird ruhig in der Feng Shui Praxis. Die meisten Baustellen haben Betriebsferien und die Kunden eher Urlaubspläne als Feng Shui Massnahmen im Kopf. Es ist Zeit zum selber Ferien machen oder die Arbeit etwas ruhiger anzugehen.

Im Feng Shui wird zwischen Yin und Yang unterschieden. Es ist diese Dualität die das Leben erst ermöglicht. Es gibt kein „hell“ ohne „dunkel“, keine „vorne“ ohne „hinten“, kein Wissen um den Sommer ohne die Erfahrung des Winters. Auch Aktivität und Erholung werden in die beiden Pole von Yin und Yang eingeteilt. Was man heute als Work-Life Balance bezeichnet, hätten die alten chinesischen Meister wohl auch Yin und Yang genannt.

Yang ist die Aktivität. Yang ist auch warm, hell, bewegt und kräftig. Das chinesische Schriftzeichen für Yang ist ein sonnenbeschienener Hügel voll (menschlicher) Aktivität.

Yin ist die Ruhe. Yin ist auch kalt, dunkel, still und sanft. Das chinesische Schriftzeichen für Yin ist der gleiche Hügel, aber dieses Mal dunkel und mit Menschen die sich ins Haus zurückgezogen haben.

Optimale Energie entsteht immer dort, wo beide Pole vorhanden sind. Das heisst aber nicht, dass beide immer zu gleichen Teilen anwesend sein müssen. Im Sommer sind die Nächte kürzer als die Tage. Im Backofen ist die Temperatur höher als im Kühlschrank. Je nach Situation kann einer der beiden Pole stärker sein. Ist aber nur ein Teil vorhanden, so entsteht Extrem das einen Ausgleich braucht.

Jetzt im Sommer ist das Yang am aktivsten. Da ist es nicht verwunderlich, dass alle Ferien machen oder sich zumindest danach sehnen. Es ist das Yin, die Ruhe und die Erholung die den  Ausgleich bringt.

 In dem Sinn mache ich jetzt Schluss mit schreiben (Yang) und gönne mir eine kleine Pause im Garten (Yin). Ich wünsche allen schöne und ausgeglichene Sommertage.

Praxistipp:

Auch in den Räumen wird zwischen Yin und Yang unterschieden. Yin sind Räume die der Ruhe und Erholung dienen. Hier eignen sich Yinmaterialien wie Textilien, runde Formen, sanfte Farben und indirektes Licht. Yang Orte entsprechen der Aktivität. Dementsprechend sollten sie eher mit Yangmaterialien wie eher härtere Materialien, eckigen Formen, kräftigen Formen und direkten Licht eingerichtet werden.

Das Geheimnis eines ausgewogenen Raumes ist aber, wenn auch in einem Yangraum ein wenig Yin und umgekehrt verwendet wird. Dann erst entsteht das, was wir als rundum harmonisch bezeichnen.

Kann ein See eine Feng Shui Beratung bekommen

8.07.2016

Kann ein See eine Feng Shui Beratung bekommen?

Ja er kann. Feng Shui beschränkt sich nicht nur auf geschlossene Räume. Die Vielfalt der Aufträge macht das Leben einer Feng Shui Beraterin spannend. So erlebt man immer wieder ungewöhnliche Projekte. Jeder Auftrag ist einzigartig, aber zwischendurch gibt es immer wieder besondere „Perlen“.

Ein paar ungewöhnliche Aufträge aus meinen Beratungsalltag sind: Campingplatz, Bauchtanzstudio, Physiotherapie für Hunde, Bordell, Bikertreffpunkt, Western Saloon, Zelt, digitale Bank,. Und dann ist da noch der See.

Der See selber hat natürlich nicht um eine Beratung gebeten. Aber es gibt immer wieder innovative Gemeinderäte die interessiert sind einen etwas ungewöhnlichen Weg zu gehen. Und so kam ich zum Feng Shui Auftrag für einen See.

Das Anliegen war, einen etwas vergessenen, kleinen See zu beleben und touristisch besser zu vermarkten, dies unter Berücksichtigung kleinen Budgets. Welche Bereiche eignen sich für Aktivität und wo sind die Ruhezonen? Wo soll ein kleines Buvette entstehen? Wo ist der Kinderspielplatz und wo die Grillstelle? Wie ist die Zufahrt optimal geregelt? Solche Fragen wollten aus der Perspektive von Feng Shui und Geomantie beatwortet werden.

Feng Shui unterteilt Räume in Yin und Yang. Yin ist eher ruhig und zurückgezogen, Yang aktiv und belebt. Mit diesem Ansatz ging ich auch hier als erstes an die Arbeit. Welche Seiten sind bereits jetzt eher belebt von der Umgebung (Fluss, Strasse, Bahnlinie), welche Bereiche eher ruhig? Dementsprechend wurden die einzelnen Zonen eingeteilt. Interessant war ein kleiner, bereits bestehender Damm, der den See in eine liegende Acht unterteilt und der in die Gestaltung miteinbezogen werden konnte. Ein ehemaliges kleines Schützenhaus entpuppte sich als idealer Ort für ein Buvette. Nach Einbezug weiterer Feng Shui relevanter Systeme und einer umfassenden Geomantieanalyse entstand ein stimmiges Konzept, das nun Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Weil Bilder mehr sagen als Worte. Hier eine Bildererklärung:

Der See:

Dieser Teil des Sees bleibt der Natur vorbehalten

Ein kleiner Damm verbindet die beiden Teile des Sees. Links ist der Yin Teil, der touristisch nicht genutzt wird. Rechts ist der Yang Teil der belebt und gestaltet wird.

Ob Beachvolleyball oder Naturspielplatz (noch nicht fertig), diese Bereiche sind im aktiven Teil untergebracht.

Aus dem Schützenhaus wird ein Buvette. Die vorgelagerte Terrasse ist neu und bietet einen schönen Blick auf den See und zum Spielplatz.

Grillplatz und Liegewiese haben einen idealen Standort

Dem genauen Beobachter ist es evt. aufgefallen: Auf der aktiven Seite des Sees wurde ein Wasserskilift eingebaut. Nicht gerade zu meiner Begeisterung, aber wie so oft in der Praxis: Es wird nicht immer alles so wie in der Beratung empfohlen umgesetzt. Das muss es auch nicht. Wichtig ist, dass es der Situation der Kunden entspricht und sie mit dem Ergebnis rundum zufrieden sind.

Ich bin gespannt welche nächste „Perle“ auf mich zukommt und freue mich auf grosse und kleine, alltägliche und ungewöhnliche Projekte.

Praxistipp:

Einen See hat wohl nicht jeder zu Hause, aber das Element Wasser wirkt erfrischend und belebend. Räume, die in ihrer Energie eher stagnierend sind, können mit einem Bild von einem Gewässer angeregt werden. Besonders Nasszellen ohne Tageslicht können mit Wasserbildern aktiviert und aufgewertet werden.

Ausflugstipp:

http://www.zermatt.ch/Media/Attraktionen/Schalisee

Wenn das Feuer der Leidenschaft brennt

13.06.2016

Kürzlich waren mein Mann und ich bei einem privaten Kunden zum Abendessen eingeladen. (Vielen Dank Theo und Marianne, es war super!) Der ganze Balkon war mit Kerzen beleuchtet. In allen Ecken, zwischen den Pflanzen und auch hängend brannten die Lichter. Es sah wunderschön aus und hat dem Treffen eine besonders festliche Atmosphäre verliehen. Dieser Abend inspiriert mich über das Thema Feuer zu schreiben

Das Element Feuer würde man eher mit Winter, Weihnachten, Kerzen und kuschligem Kaminfeuer in Verbindung bringen. Aber im Sommer sind Laternen, Kerzen, Lampion und besonders eine Feuerstelle ideale Mittel um diese Jahreszeit draussen zu zelebrieren und das Feuer in seiner ursprünglichen Form zu erleben.

Aus der Sicht von Feng Shui ist das Feuer eines der fünf Elemente, auf die ein wesentlicher Teil der ganzen Erfahrungswissenschaft aufgebaut ist. Das Feuer vertritt die Eigenschaften von Inspiration, Leidenschaft, Ausstrahlung und Expansion. Beim Menschen drückt sich das aus in Selbstvertrauen, Freude, Begeisterung und Austausch. Die Jahreszeit die dementsprechend zugeordnet wird, ist der Sommer. Die Farben sind rot, zitronengelb und die Formen eher spitzig und dreieckig. Möchte man die Eigenschaften des Feuers in sein Leben integrieren, so lohnt es sich seine Umgebung mit Farben, Bildern und Gegenständen zu gestalten, die das Element Feuer repräsentieren.

Das Feuer hat auch eine tiefe archaische Bedeutung. Das Feuer war früher Licht-, Wärme- und Nahrungsquelle und daher äusserst wichtig. Die, meist weibliche, Person die jeweils zum Feuer schaute, war die „Hüterin des Lebens“ und ihr gebührte grossen Respekt und Aufmerksamkeit. Das Feuer war immer der Mittelpunkt des Menschen. Es war der Ort an dem alle zusammenkamen, assen und sich zugehörig fühlten. Heute ist das offene Feuer eine Seltenheit, aber vielleicht ist das gerade der Grund, dass man sich unbewusst immer wieder gerne in der Küche trifft.

Die Energie des Feuer zu erleben, dafür bietet sich die Sommerzeit besonders gut an. Sei es nun zu Hause oder in der Natur, ein Sommer ohne ein offenes Feuer ist kein richtiger Sommer. Kein Gasgrill, so praktisch er auch sein mag, ersetzt die Energie eines richtigen Feuers. Wir brauchen diese tiefen, alten, archaischen Gefühle von gemeinsam um ein Feuer zu sitzen und die Wärme und Verbundenheit zu fühlen. Ich lade alle ein dies in diesem Sommer mal ganz bewusst zu tun.

Praxistipp:

Jetzt ist Kerzenzeit, auf dem Sitzplatz und im Garten verteilt, geben sie ein wunderbares Licht und verbreiten eine behagliche Atmosphäre. Wer meinen letzten Blog gelesen hat, der wird die Kerzen selbstverständlich in der gleichen Farbe wie seine persönliche Sitzplatzfarbe 2016 wählen.

Das zweite Wohnzimmer

15.05.2016

 

                                                                                        

da staunt sogar die Katze: Pink im Garten!

 

Das zweite Wohnzimmer

Jetzt geht es wieder los mit dem Einrichten von Gartensitzplätzen und Balkonia. Fand man in früheren Häusern kaum Balkone („draussen sitzen“ wurde als unnötig erachtet), so entstehen heute ganze Wohnzimmer im Aussenbereich. Das hat sicher nicht nur mit der Klimaerwärmung zu tun.

Die Gestaltung von Gärten ist immer wieder eine schöne Aufgabe. Sich ein kleines Paradies auf dem Balkon oder im Garten zu schaffen ist ein Bedürfnis das viele Kunden haben. Jetzt hat man Lust die alte Gartenbank neu zu malen, Gartenmöbel zu putzen und sich mit blühenden Pflanzen zu umgeben. Also warum nicht die Feng Shui Beraterin anrufen und mit ihr ein stimmiges Konzept entwickeln? Im Garten lassen sich viele Wünsche verwirklichen, aber das wichtigste ist meistens der Sitzplatz. Was man auch immer gestaltet: Wichtig ist sich jeweils auf dem Sitzplatz niederzulassen und zu spüren wie es sich anfühlt.

Ein schöner Garten macht Freude, aber er gibt auch viel zu tun. Immer wieder höre ich den Wunsch nach einem pflegeleichten und dennoch schönen Garten. „Pflegeleicht“ und „schön“ gehen aber irgendwie nicht zusammen. Was die meisten Menschen als schön empfinden, ist mit viel Aufwand und Knowhow verbunden. Hoch motiviert habe ich bei uns Wildkräuter angesät und freute mich auf die erntefrische Beigabe zum Salat. Leider waren die Schnecken schneller. Die Gartenstühle habe ich aufgefrischt und sie strahlten so lange im frischen weiss bis ein heftiger Regen hässliche dunkle Flecken hinterliess. Der laut Gärtner besonders robuste Hibiskus hielt sich genau eine Woche, bevor er sämtliche Blätter fallen gelassen hat. Solche Anekdoten gibt es zuhauf, aber im nächsten Frühling ist der Ärger des letzten Jahres vergessen, und mit jedem steigenden Grad Temperatur steigt auch die Motivation dieses Jahr den Garten und besonders den Sitzplatz besonders schön zu gestalten. Insofern kann ich meine Kunden bestens verstehen und helfe gerne ihren persönlichen Traum zu erfüllen. Sind die beiden Wörter „schön“ und „pflegeleicht“ im Verlauf des Sommers dann mal überhaupt nicht mehr vorhanden, so habe ich noch einen Trumpf in der Hand: Die direkte Handynummer von Markus und seinem Gartenteam. Ein Anruf genügt und innert kürzester Zeit verwandelt sich der Garten wieder in mein Paradies. Seine Nummer habe ich übrigens unter den „Favoriten“ abgespeichert und gebe sie bei Bedarf auch gerne weiter.

Praxistipp:

Die Farben auf dem Sitzplatz dürfen immer etwas kräftiger als die im Wohnzimmer sein. Ideal ist es, wenn man sich für eine Farbe oder Farbfamilie entscheidet und diese konsequent durchzieht. Kunterbunte Balkone und Sitzplätze haben durchaus auch seinen Reiz. Es ist aber viel schwieriger diese auch harmonisch wirken zu lassen. Hier gilt die Devise: sich auf etwas beschränken und dies ungehemmt ausleben.

                                                                          

Wer sich mit Pflanzen umgibt....

13.04.2016

Wer sich mit Pflanzen umgibt, lebt mitten im Glück (Chao-Hsiu Chen, chin. Autorin, Musikerin, Feng Shui Expertin)

Bevor es im Garten und auf dem Balkon mit den Pflanzen so richtig los geht, lohnt es sich auch einen Blick auf die Zimmerpflanzen zu werfen. Die trockene Luft und das wenige Licht des Winters setzt ihnen jeweils arg zu. Eine Auffrischungskur kommt jetzt gerade recht.

Immer wieder darf ich bei Veranstaltungen und Vereinen Vorträge zu verschiedensten Themen halten. Einer meiner Lieblingsvorträge heisst „Feng Shui und Pflanzen“ und trägt den Untertitel „Was der Gummibaum über seine Bewohner aussagt“.

Unsere Zimmerpflanzen werden oft nur als Dekorationsmittel im Raum verstanden. Vielleicht ist noch bekannt, dass sie helfen das Raumklima zu verbessern, da sie für mehr Feuchtigkeit und bessere Luft sorgen. Aber wussten Sie dass es Pflanzen gibt

die sehen?........ die riechen?.......... die sich bewegen?........die fühlen?.......... die schmecken?........ die hören?

Interessant! Und das ohne Augen, Nase, Beine, Mund oder Ohren. Wer genaueres wissen will dem sei der Film „Erlebnis Erde – Kluge Pflanzen“ empfohlen. https://www.youtube.com/watch?v=c2E_SaBAvIY

Zimmerpflanzen sind also nicht nur Dekorationsobjekte, sondern stille Mitbewohner. Sie alle haben verschiedene Charakteren. Wir gehen mit unseren Pflanzen eine Wohngemeinschaft ein. Und so wie ich meine WG Mitbewohner genau anschaue und mir überlege, ob ich mit ihnen zusammen Herd und Bad teilen möchte, so sollte man sich auch überlegen mit welchen Charakteren von Pflanzen man sich sein Zuhause teilen möchte. Ein Kaktus hat nun mal eine andere Ausstrahlung als eine Orchidee, und ein Bubikopf ist anspruchsvoller als ein Einblatt.

Es gibt Pflanzen die sich für unsere Umgebung besonders gut eignen. Hier sind vier besonders freundliche und pflegeleichte Mitbewohner vorgestellt:

 


                    

Der Geldbaum

Die Grünlilie

Der Gummibaum

Der Geldbaum ist das  Symbol für Reichtum und daher eine beliebte Feng Shui Pflanze. Sie ist aber auch der „gute- Laune-Baum“ und bringt Freude in den Raum.

Früher überall zu Hause, trifft man sie heute eher selten an. Sie ist das Symbol für Kreativität und hilft uns in festgefahrenen Zeiten weiter.

 

 

 

Gutmütig und sparsam lässt der Gummibaum viel über sich ergehen. Er ist der grosse Schaffer im Hintergrund und hilft in Erholungsphasen sich besser entspannen zu können.

 

Praxistipp:

Nach dem Umtopfen und Düngen lohnt es sich ein paar Bachblüten–Notfalltropfen ins Giesswasser zu mischen und die Pflanzen so besser an die neue Situation zu gewöhnen. Bachblüten-Notfalltropfen sind allgemein geeignet um kränkliche Pflanzen zu unterstützen und sollten auf dem Regal direkt neben dem Blumendünger stehen.

China, Feng Shui und die Schweiz

4.03.2016

China, Feng Shui und die Schweiz

Immer wieder muss ich schmunzeln, wenn ich sehe wie Leute sich suchend in unserem Haus oder meinem Büro umblicken. Ihre Blicke sprichen Bände: "Und wo ist das Feng Shui?" können sich dann aber die meisten knapp verkneifen.

Ja, ich gebe es zu, ich habe einen kleinen Lucky-Buddha im Büro. Er hat mich einfach angelacht und sitzt nun seit Jahren auf dem Regal und schaut mir bei meiner Arbeit über die Schulter. Ansonsten ist mein Büro freundlich, anregend, teilweise sogar aufgeräumt und unterscheidet sich kaum von einem anderen Büro. Kleine Details fallen, wenn überhaupt, erst auf den zweiten Blick auf. Mein Credo lautet: Gutes Feng Shui sieht man nicht, sondern es fügt sich stimmig ins bestehende Wohn- oder Arbeitskonzept ein.

 

In China sieht man das etwas anders. Hatte man eine Beratung oder auch nur einen Artikel über Feng Shui gelesen, so wird das für alle ersichtlich umgesetzt und auch kommuniziert. Dies konnte ich erleben, als mich ein Auftrag nach China führte. Als Schweizerin einen Kunden in China nach den Grundsätzen von Feng Shui zu beraten, ist vermutlich genauso ein Highlight, wie wenn ein chinesischer Käser in die Schweiz eingeladen würde um zu zeigen wie man Käse herstellt. Aber genau das ist mir passiert. Ehrlichkeitshalber muss ich erwähnen, dass es eine Schweizer Firma ist, die in China, Suzhou, einen Neubau errichtete.   

 

Bei meinem Besuch wurde ich unter anderem durch die alten Büroräume geführt und verschiedenen Leuten vorgestellt. Hier zeigte sich, dass mit dem Wissen von Feng Shui ziemlich unverkrampft umgegangen wird. Mancher alter chinesischer Meister würde sich wohl  im (nach Yin Feng Shui ausgerichteten) Grab umdrehen, wenn er erfahren würde, wie heute zum Teil altes Wissen nach Gutdünken und mit viel Aberglaube gemischt wird. Neben einem Schreibtisch stand ein kleines Aquarium mit zwei apathischen Fischen die gutes Geld bringen sollten. An einem anderen Ort wurde ein Pixu (eine Gestalt halb Hund, halb Löwe) im 90 Grad Winkel zum Bildschirm aufgestellt um das Glück anzuziehen. Ein Dritter zeigte voll Stolz auf die rote Schreibunterlage und wiederholte immer wieder: good Feng Shui, good Feng Shui!

 

In den neuen Büroräumen werden wohl solche „Installationen“ auch nicht ganz zu vermeiden sein. Es gehört einfach zur chinesischen Kultur und wird gerne gezeigt. Ich hoffe aber, dass sich das "gut-schweizerische" Feng Shui so in den Räumen integriert, dass sich alle wohl fühlen und auf eigene obskure Massnahmen verzichten kann.

Praxistipp:

Auch wenn ich mit diesem Tipp vielleicht den einen oder anderen Auftrag nicht bekomme, so sei er hier trotzdem erwähnt: Hören Sie auf ihr Bauchgefühl und richten Sie ihre Umgebung so ein, dass es für Sie persönlich passt. Die beste Feng Shui Massnahme bringt nichts, wenn es für Sie nicht stimmig ist. Ein Raum ist immer ein Abbild der Persönlichkeit die darin wohnt, und diese bestimmt, wie ihre Umgebung aussehen soll. Was aber nicht heissen soll, dass man seine Einrichtung und die damit verbundenen Einstellungen zwischendurch auch mal kritisch hinterfragen und gegeben falls verändern sollte.

Die Erleuchtung kommt oft erst spät

15.01.2016

Verschiedene Lichtquellen und mindestens 500 Lux braucht es für einen guten Arbeitsplatz

Die Erleuchtung kommt oft erst spät.

Wenn ich am Morgen aufstehe ist es dunkel, wenn ich am Abend aus dem Büro gehe auch wieder. Und der Tag der dazwischen liegt ist auch nicht gerade erhellend.

Die Entwicklung von Farbkonzepten ist schwierig, wenn man ausschliesslich im Kunstlicht arbeitet. Aber auch sonst ist diese Zeit zum Arbeiten oftmals wenig motivierend. Dass Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D und Glückshormonen fördert, ist ausreichend bekannt. Aber auch das richtig eingesetzte künstliche Licht kann viel zu unserem Wohlbefinden beitragen.

 Während ich diese Zeilen schreibe, brennen vier Halogenlampen an der Decke und dazu noch eine Ständerlampe in der Ecke. So richtig hell ist es aber irgendwie trotzdem nicht. Für ein gutes Arbeitslicht brauchen wir mindestens 500 Lux. Lux ist die Masseinheit, für das Licht das tatsächlich auf einen Platz trifft. Neuerdings ist auf den Verpackungen von Lampen neben vielen anderen Bezeichnungen die Einheit Lumen angegeben. Was ist der Unterschied zwischen Lux und Lumen? Wieviel von diesen Lumen braucht es um "genug" Licht zu haben? Wo bleibt die Wattbezeichnung die man von den Glühlampen her kannte? Wieviel Licht eine 40 Watt Glühbirne gibt kann man sich ungefähr vorstellen. Aber was gilt nun bei den neuen Bezeichnungen?

 Lumen ist die Einheit die von einem Leuchtmittel abstrahlt. Sie ersetzt die Masseinheit von Watt die früher relevant war. Die Faustregel sagt, 1 Watt sind 10-12 Lumen. Somit entspricht eine 60 Watt Glühbirne 600 – 700 Lumen. Lux hingegen ist das Licht, das effektiv an einem Ort auftrifft. Es variiert je nach Nutzung des Raumes zwischen 10 (Keller) bis 1000 (Schminkspiegel).

 Je besser ein Platz beleuchtet ist, desto leichter fällt es der arbeitenden Person sich zu konzentrieren. Der restliche Raum sollte aber nicht zu dunkel sein, da unser Auge sonst schnell ermüdet. Apropos ermüden: Auf Stromsparlampen und Leuchtstoffröhren sollte an Orten an denen wir länger verweilen ganz verzichtet werden. Sie sind für unsere Augen ungeeignet.

 Mit einer einfachen gratis App habe ich das Licht an meinen Arbeitsplatz gemessen. 320 Lux ist das Ergebnis. Wie sagt man so schön: Der Dachdecker hat das kaputteste Dach, der Zahnarzt die schlechtesten Zähne und der Lehrer die unerzogensten Kinder. Ja, und die, die auf einen kraftvollen Arbeitsplatz pocht, selber einen schlecht ausgeleuchteten Schreibtisch. Ich bin dann mal weg....... auf dem Weg zum nächsten Lampengeschäft.

 

Ich wünsche allen eine erhellende Zeit!

Praxistipp:

Warmes Licht wirkt gemütlicher als Kaltlicht. Wer es so richtig gemütlich mag, achtet auf die Bezeichnung "Kelvin". Sie gibt die Lichttemperatur an. 3300 Kelvin und weniger sorgen für Wärme und Behaglichkeit in unseren Räumen.

Seite 3 von 4