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Was bringt uns der Hahn im 2017?

5.02.2017

Einmal nach Feng Shui eingerichtet, für immer eingerichtet? Leider nein!

Jedes Jahr bringt auch zeitliche Aspekte in unser Leben die uns fördern und fordern können. Diese jährlichen Zyklen werden nach dem Solarkalender errechnet und beginnen jeweils um den 4. Februar. Mit kleinen Massnahmen können diese Zyklen im Raum harmonisiert oder positiv verstärkt werden.

Dieses Jahr sind wird im Einfluss vom Feuer-Hahn. Nach dem turbulenten Affenjahr 2016 folgt nun eine Erneuerung. Der Hahn kräht bereits vor Tagesanbruch und kündet den neuen Tag an. So sind auch wir aufgefordert im 2017 offen zu sein für Erneuerungen. Mit Phantasie, Tatkraft und Motivation können sich jetzt neue Dinge entwickeln. Aber Vorsicht, die Kombination aus Feuer und Metall zeigt, dass es nicht ohne Konflikte abgeht und ein besonnenes Vorgehen wichtig ist.

und dann brauchen wir noch ein Gästezimmer

19.01.2017

...  und dann brauchen wir noch ein Gästezimmer

Diesen Satz bekomme ich bei der Planung von Neubauten oft zu hören. Der Wunsch einen Platz für Gäste immer bereit zu haben ist sehr verbreitet. Wenn man dann genau nachfrägt, wer denn da alles übernachten soll, dann sind die Antworten aber oft eher vage.

 

Ein Gästezimmer beinhaltet für mich auch einen Glaubenssatz (siehe Blog vom Oktober 16). Oft ist der versteckte Wunsch dahinter:

- mehr sozialem Kontakt, - öfter Besuch der längst ausgeflogenen Kinder, - man will ja nicht unhöflich gelten, - es gehört sich so, - für alle Fälle

Wenn man von einer durchschnittlichen 4.5 Zimmer Wohnung ausgeht, den monatlichen  Mietzins mit CHF 1800.00 berechnet, dann kommt uns dieser Glaubenssatz auf ca. Fr. 250.00 pro Monat. Da würde auch ein nettes Hotelzimmer drin liegen!

Die Realität ist oft so, dass das Gästezimmer ein Raum wird, in dem in der Ecke zwischen einem Pult und dem vollen Bücherregal ein Ausziehsofa steht. Dieses Sofa ist zwischenzeitlich ein idealer Ablageplatz für den Wäschekorb, Ordner, Weihnachtskisten und alles andere das im Moment (oder auch länger) keinen festen Platz in der Wohnung findet. Ist es wirklich das, was wir uns für unseren Besuch vorgestellt haben? Ist es ein Ort an dem wir uns persönlich willkommen fühlen würden? Ich denke so wichtig ist das Gästezimmer gar nicht, wichtiger ist, dass sich unsere Gäste aufgenommen und willkommen fühlen. Der Ort ist in dem Moment zweitrangig. Heute gibt es gute Alternativen zu einem, oft unbequemen, Ausziehsofa. Ein Gästeluftbett lässt sich platzsparend aufbewahren und kann bei Bedarf in kürzester Zeit aufgestellt werden. Klappbetten gibt auf Rollen. Sie können bequem zusammengeklappt und in den Keller gerollt werden. Diese Varianten sind für die Gäste zu dem oft freundlicher wenn sie im grosszügigen Wohnzimmer und nicht im engen Büro aufgestellt werden. Oder aber das Hotel oder B&B in der Nähe freut sich auf den spontanen Gast.

Wohlfühlen an einem fremden Ort hat sehr viel mit den Personen die dort leben zu tun. Wenn man sich Gedanken macht, was unser Besuch besonders freuen könnte, so kann das viel mehr Wert sein als ein tolles Gästezimmer. Ideen gibt es genug, zum Beispiel ein kleines Bettmümpfeli, ein Bhaltis oder etwas Praktisches für die Nacht. Eine kleine Überraschung, eine liebe Aufmerksamkeit, das ist doch immer schön.

Ob nun ,bei entsprechendem Platz, ein perfekt eingerichtetes Gästezimmer oder eine Matratze im Büro, die untenstehenden Tipps dienen zur Anregung wie wir unseren Gästen ein Zuhause auf Zeit bieten können.

 

Praxistipp:

Möchte man es den Gästen besonders behaglich gestalten, so können folgende Ideen Inspiration bieten:

Neuwertige Bettwäsche die zusammen passt

Auswahl an Kissen verschiedener Härtegrade

Nachttischlampe

Ablage für Gepäck und Möglichkeit etwas aufzuhängen

Vorhänge oder Jalousien zum Verdunkeln

frische Handtücher und eine Auswahl an Toilettenartikeln

ein Kärtchen mit Ihrem W-Lan-Passwort

Mehrfachsteckdose zum Aufladen von Elektrogeräten

ein paar warme Socken oder Hausschuhe

Plötzlich sehen ich nur noch rot!

6.12.2016

Rot ist in unserem Sprachgebrauch tief verankert, man findet sie in verschiedensten Wortspielereien und Metaphern. Rot ist aber auch eine beliebte Farbe zum Einrichten. Sie wird mit Liebe, Feuer und Leidenschaft in Verbindung gebracht, hat aber auch Attribute zu Aggression, Blut und Hölle. Das ist ein interessanter Mix und es lohnt sich mal diese Farbe genauer zu betrachten.

Rot ist in unserem Sprachgebrauch tief verankert, man findet sie in verschiedensten Wortspielereien und Metaphern. Rot ist aber auch eine beliebte Farbe zum Einrichten. Sie wird mit Liebe, Feuer und Leidenschaft in Verbindung gebracht, hat aber auch Attribute zu Aggression, Blut und Hölle. Das ist ein interessanter Mix und es lohnt sich mal diese Farbe genauer zu betrachten.

Rot ist eine Farbe die in den letzten Jahren in meinem Zuhause eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat. Im Job ist es was anderes, viele kennen ja meine rote Tasche! Als es nun galt eine Winterfarbe für unser Wohnzimmer zu wählen, da dachte ich eigentlich an ein warmes violett, bis ein dunkelrotes Webband am neuen Hundekörbchen meine Aufmerksamkeit anzog. Ich merkte wie gut dieses Band mit den anderen Farben im Raum harmoniert. Der Entscheid war gefallen: violett muss warten, jetzt ist rot angesagt!

Die Farbe rot ist die Farbe, die in der Hirnregion die für unser Farbsehen zuständig ist, sich als erstes entwickelt. Personen die sich zum Beispiel durch einen Unfall eine Hirnschädigung in diesem Teil vom Hirn zugezogen haben, sehen zu Beginn nur schwarz-weiss. Als erste zusätzliche Farbe sehen auch diese Personen dann wieder rot. Rot ist seit Urzeit die wichtigste Farbe für unser Leben. Rot ist das Blut, die Gefahr, das Feuer, das Fleisch, die reifen Früchte. Alles Sachen die es früher zum Überleben schnell zu erkennen galt. Auch heute setzen wir die Farbe rot gerne ein um aufmerksam zu machen, Gefahren aufzeigen und Verbote durchzusetzen. Rot ist aber auch eine Farbe der Natur in Blüten, Herbstblättern oder auch beim Sonnenuntergang lieben wir sie besonders.

Die Farbe rot war vor in paar Jahren gross in Mode in Form von einzelnen Wänden die in einem tiefen, dunklen rot gestrichen wurden. Inzwischen ist ein grosser Teil dieser Wände wieder umgestrichen worden. Die Leute empfinden die Farbe zu stark, zu dunkel, zu aggressiv. Das ist schade! Die Farbe rot hat durchaus seine Berechtigung, aber man muss wissen wie man sie einsetzt. Sie wird mit dem Feuer in Verbindung gebracht: Wer das Feuer beherrscht, der hat einen kraftvollen Verbündeten. Wer nicht mit dem Feuer umgehen kann, der erlebt seine zerstörerische Seite. Rot sollte daher im Raum genauso wie Feuer eingesetzt werden. Achtsam, gezielt und mit Respekt. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks ist dies einfach zu erreichen. Grundsätzlich kann man eine Farbgestaltung mit rot der Natur abschauen: rot ist dort immer örtlich oder zeitlich begrenzt. Zum Beispiel in Form von roten Blumen auf einer grünen Wiese (örtlich), roter Herbstblätter oder des roten Abendhimmels (zeitlich). Genauso sollten wir mit dieser Farbe umgehen: sie sollte im Raum punktuell, aber nie alleine gezeigt werden.

Eine gute Farbgestaltung mit rot ist, wenn eine etwas grössere Fläche in dieser Farbe gezeigt wird, und der gleiche Farbton in Form von Accessoires im selben Raum mehrmals auftaucht. Eine solche starke Farbe sollte also nicht isoliert auftreten, sondern immer mindestens noch zwei Mitspieler bekommen. Dies kann in Form von Kerzen, Bildern, Kissen, Tischläufern, Vasen oder was auch immer Freude macht, sein.

Praxistipp:

Ausprobieren! Gerade jetzt bringt uns rot die Wärme und Energie die wir im Winter oft vermissen. Rot ist auch die traditionelle Weihnachtsfarbe und harmoniert mit (Tannen-) grün besonders gut.

Sanfte Königin oder wilder Geselle?

1.11.2016

Letzte Woche bin ich in die Welt der Bäume, konkreter in die Welt der Arve eingetaucht. Es galt einen Vortrag zu diesem Baum und insbesondere seine Qualitäten in Bezug auf Raumgestaltung und Schlaf vorzubereiten. Einmal mehr hat es mich fasziniert welche tollen Eigenschaften dieser Baum und sein Holz hat.

 

Die Arve ist zusammen mit der Lärche einer der Bäume die den Abschluss der Waldgrenze bilden. Ihre durch Wind und Wetter oft bizarr geformte Formen fallen auf. Sie wirken in dieser kargen Natur majestätisch und dennoch wild. Eine Arve kann mehrere hundert Jahre alt werden. Ausnahmen haben es auch schon auf ein Alter von über 1000 Jahren geschafft. Was die wohl schon alles erlebt haben?

Es braucht 50 und mehr Jahre bis sie zum ersten Mal blühen und ein Jahr später Früchte in Form von Zapfen tragen. Die Nüssli in den Arvenzapfen sind begehrte Leckerbissen für Vögel und Menschen. Es gab früher Familien die sich auf das Sammeln dieser Zapfen spezialisiert haben und so sogar ihren Familiennamen daraus entstanden ist. "Betschla" ist das Bündnerwort für Arvennüsse und Bezzola der daraus abgeleitete Familienname.

Interessant im Zusammenhang mit der Arve sind verschiedene wissenschaftliche Studien in Bezug auf die Wirkung auf den Menschen. Personen die in einem mit Arvenholz ausgekleideten Zimmer schlafen, haben am nächsten Tag eine reduzierte Herzleistung von 3500 Schlägen. Das ist eine Stunde weniger Herzarbeit. Sie fühlen sich ausgeruhter, erholter, der Kreislauf ist stabiler. Untersuchungen in der Nacht haben gezeigt, dass diese Personen eine längere und intensivere Tiefschlafphase haben und das Gefühl von Erholung daher nicht nur subjektiv ist.

Hören wir Arve und Raumgestaltung so stellen sich Viele ein etwas in die Jahre gekommenes Arvenstübli vor. Mit anderen Worten ein altmodischer Raum, der vielleicht in ein Berghotel passt, den wir aber wohl kaum bei uns zu Hause wollen. Dass es auch anders geht, beweisen immer mehr Wellnesshotels. Moderne Raumgestaltung und Arvenholz lässt sich sehr gut verbinden wenn man einige Punkte besonders beachtet:

Das Arvenholz hat durch seine vielen Äste ein lebendiges Bild, daneben sollte in der Raumgestaltung auf weitere Muster verzichtet werden. Unifarbene Textilien passen daher besonders gut. Die eher altmodische Wirkung kann zusätzlich aufgehoben werden, wenn die Farben dazu in kräftigen Tönen verwendet wird. Grün und dunkelbraun oder rot und weiss sind besonders harmonische Kombinationen zu diesem Holz. Besonders wichtig ist auch die Beleuchtung. Hier sollten moderne Lichtobjekte mit einem eher kälteren Licht verwendet werden.

Praxistipp:

Es braucht ja nicht immer gleich ein ganzes Zimmer oder Bett aus Arve zu sein. Gute Wirkung zeigen auch Arvenstelen die im Raum aufgestellt werden können. Und wer es ganz einfach mag: warum nicht einen Raumspray mit reinem Arvenduft verwenden?

Macht dich dein Schrank glücklich?

16.10.2016

 

Macht dich dein Schrank glücklich?

Wie Glaubenssätze unser Wohnen beeinflussen oder "zeige mir deine Wohnung und ich sage dir wie du tickst."

Wenn ich unterwegs ein einzelnes Hochhaus sehe, habe jedes mal ich den Wunsch bei allen zu klingen und kurz hineinzuschauen. Ein Hochhaus hat zahlreiche Wohnungen mit identischen Grundrissen, am identischen Ort, mit der identischen Ausgangslage und dennoch wird sie jeder anders einrichten. Ein Hochhaus ist für mich daher das typische Beispiel, dass die eigenen vier Wände unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Mit was umgebe ich mich? Wo setze ich Schwerpunkte? Und was ist mir herzlich egal? Diese Fragen beantworten sich beim Blick in eine Wohnung. Es gibt aber auch Möbel und Dekogegenstände die irgendwie nicht in unserer Umgebung passen und sich dennoch hartnäckig über Jahre an ihrem Platz behaupten. Es sind in den meisten Fällen Erbstücke oder Geschenke. Sie gefallen uns nicht besonders, aber es ist die Erinnerung an einen lieben Menschen oder Anlass. 

Wir erben Möbelstücke und die Glaubenssätze gleich mit dazu. „Das ist gute Qualität“, „Das bekommst du heute nicht wieder“, „Schade zum fortwerfen“, „ Das gehört zu Familie“ das sind so Sätze die bei solchen Gegenständen mitschwingen.

Oft übernehmen wir Wohngewohnheiten von unserem Elternhaus, weil wir es nicht anders kennen. Die Badewanne gehört ins Badezimmer, logisch, das war schon immer so. Aber ist es immer die richtige Lösung? Vielleicht wäre sie in einem unbenützten Dachzimmer mit einer tollen Aussicht besser platziert, aber man denkt gar nicht daran. Ich plädiere überhaupt nicht dazu verschiedene Raumnutzungen zu mischen. Der Arbeitsplatz gehört nicht ins Schlafzimmer und die Küche sollte nicht fliessend ins Badezimmer übergehen. Aber manchmal lohnt es sich zu hinterfragen, was passt zu mir und meinen Lebensumständen und was habe ich einfach übernommen. 

Das gleiche gilt auch für Möbel und Gegenstände. Welche Sachen brauche ich wirklich und geben mir ein gutes Gefühl. Oft stecken dahinter bewusste oder unbewusste Wünsche und Sehnsüchte. Hier sind besonders Küchengeräte, Sportartikel und Handwerksuntensilien typisch. 

  • Das Bild wie ich in der Küche einen perfekten Kuchen genau mit dieser Form backe und daher eine perfekte Hausfrau bin. (Glaubenssatz: ich genüge nicht)
  • Das Bild wie ich gekonnt etwas repariere und daher der beliebte Helfer in Not bei allen bin. (Glaubenssatz: ich werde nicht geliebt)
  • Das Bild wie ich nächsten Frühling bestimmt mehr joggen gehe und dann einen gestählten Körper habe. (Glaubenssatz: ich sehe zu wenig gut aus)

Solche Glaubenssätze lassen uns Keller, Schränke und Regale füllen.

Praxistipp:

Eine gute und wirkungsvolle Methode solche Glaubenssätze zu erkennen ist, wenn ich mir die Zeit nehmen die einzelnen Gegenstände in die Hand nehme und mich frage: „machen sie mich glücklich?“  Wenn „ja", füllen sie unser Zuhause mit Freude und Energie. Wenn „nein", sollte ich mich fragen welcher falsche Glaubenssatz steckt dahinter, dass er immer noch hier bei mir steht, und wie kann ich ihn nicht nur im Schrank sondern auch im Kopf auflösen?

Orange macht hungrig

14.09.2016

Orange macht hungrig!

Jetzt sieht man sich wieder überall in Geschäften und am Strassenrand orangefarben leuchten: die Kürbisse!

Wären Kürbisse auch so beliebt wenn sie blau oder grau wären? Ein Plädoyer für die Farbe orange:

Orange ist die Farbe des Herbstes. Nicht nur viele Kürbissorten leuchten in dieser Farbe, auch im Haus ist diese Farbe zum Gestalten ideal. Orange ist eine sehr positiv ausstrahlende Farbe und hat nur wenige negative Assoziationen. Orange entsteht aus der Kombination von Rot und Gelb. Oder chinesisch-poetisch ausgedrückt: orange entsteht wenn Feuer/Wärme (Rot) und Erde (Gelb) zusammenkommen. Ja, in der chinesischen Elementen-Lehre wird gelb der Erde zugeordnet. Mehr dazu mal bei einer anderen Gelegenheit.

Orange bedeutet Geselligkeit, Wärme, Austausch. Es ist eine beliebte Restaurantfarbe, da sie neben der Gemütlichkeit auch den Appetit fördert. Wer also eine Diät halten will, sollte die orangefarbenen Tischsets besser nicht auftischen. Orange ist aber auch eine Farbe die mit „preisgünstig“ in Verbindung gebracht. Nicht umsonst haben grosse Ladenketten diese Farbe als Logofarbe gewählt. Diese typische Herbstfarbe hat aber noch eine andere Eigenschaft. Man wird sich ihrer schnell mal überdrüssig. Vielleicht wie der Herbst selber auch? Irgendwann hat man genug von Dekorationen aus Herbstblättern und Kürbissen und räumt sie wieder weg. So geht auch die Farbe Orange schneller als andere Farben als Trendfarbe wieder weg, um aber ein paar Jahre später bereits wieder als neuster Hit aufzutauchen.

Im Raum lässt sich diese Farbe fast überall anwenden. Ideal ist sie sicher in der Küche und im Essbereich, aber auch im Wohnen lässt sich mit orange eine besonders behagliche Atmosphäre entwickeln. Hier ist ein eher dunkleres Orange dass Tendenzen ins Rost oder Braun hat besonders edel und wirkt dann auch nicht billig. Verwendet man orange im Bad, so entsteht ein Wellness-Effekt der sehr beliebt ist. Im Schlafzimmer sollte der Farbton nur pastelltonig verwendet werden, da er sonst zu aktiv wirkt. Das gleiche ist auch für die Kinderzimmer zu beachten. Hier gilt weniger Farbintensität, aber dafür grossflächiger verwenden.

Praxistipp:

Orange ist eine schnelllebige Farbe und sollte daher so verwendet werden, dass man sie ohne grossen Aufwand wieder verändern kann. Textilien und Dekomaterial eigenen sich hierfür am besten. Lassen Sie sich von der Farbe orange inspirieren!

Orange im Pausenraum? Ja!

Warum gerade jetzt Ferien?

14.08.2016

                                                                

 

Warum gerade jetzt Ferien? Ein Erklärungsversuch aus einer anderen Sicht

Es wird ruhig in der Feng Shui Praxis. Die meisten Baustellen haben Betriebsferien und die Kunden eher Urlaubspläne als Feng Shui Massnahmen im Kopf. Es ist Zeit zum selber Ferien machen oder die Arbeit etwas ruhiger anzugehen.

Im Feng Shui wird zwischen Yin und Yang unterschieden. Es ist diese Dualität die das Leben erst ermöglicht. Es gibt kein „hell“ ohne „dunkel“, keine „vorne“ ohne „hinten“, kein Wissen um den Sommer ohne die Erfahrung des Winters. Auch Aktivität und Erholung werden in die beiden Pole von Yin und Yang eingeteilt. Was man heute als Work-Life Balance bezeichnet, hätten die alten chinesischen Meister wohl auch Yin und Yang genannt.

Yang ist die Aktivität. Yang ist auch warm, hell, bewegt und kräftig. Das chinesische Schriftzeichen für Yang ist ein sonnenbeschienener Hügel voll (menschlicher) Aktivität.

Yin ist die Ruhe. Yin ist auch kalt, dunkel, still und sanft. Das chinesische Schriftzeichen für Yin ist der gleiche Hügel, aber dieses Mal dunkel und mit Menschen die sich ins Haus zurückgezogen haben.

Optimale Energie entsteht immer dort, wo beide Pole vorhanden sind. Das heisst aber nicht, dass beide immer zu gleichen Teilen anwesend sein müssen. Im Sommer sind die Nächte kürzer als die Tage. Im Backofen ist die Temperatur höher als im Kühlschrank. Je nach Situation kann einer der beiden Pole stärker sein. Ist aber nur ein Teil vorhanden, so entsteht Extrem das einen Ausgleich braucht.

Jetzt im Sommer ist das Yang am aktivsten. Da ist es nicht verwunderlich, dass alle Ferien machen oder sich zumindest danach sehnen. Es ist das Yin, die Ruhe und die Erholung die den  Ausgleich bringt.

 In dem Sinn mache ich jetzt Schluss mit schreiben (Yang) und gönne mir eine kleine Pause im Garten (Yin). Ich wünsche allen schöne und ausgeglichene Sommertage.

Praxistipp:

Auch in den Räumen wird zwischen Yin und Yang unterschieden. Yin sind Räume die der Ruhe und Erholung dienen. Hier eignen sich Yinmaterialien wie Textilien, runde Formen, sanfte Farben und indirektes Licht. Yang Orte entsprechen der Aktivität. Dementsprechend sollten sie eher mit Yangmaterialien wie eher härtere Materialien, eckigen Formen, kräftigen Formen und direkten Licht eingerichtet werden.

Das Geheimnis eines ausgewogenen Raumes ist aber, wenn auch in einem Yangraum ein wenig Yin und umgekehrt verwendet wird. Dann erst entsteht das, was wir als rundum harmonisch bezeichnen.

Kann ein See eine Feng Shui Beratung bekommen

8.07.2016

Kann ein See eine Feng Shui Beratung bekommen?

Ja er kann. Feng Shui beschränkt sich nicht nur auf geschlossene Räume. Die Vielfalt der Aufträge macht das Leben einer Feng Shui Beraterin spannend. So erlebt man immer wieder ungewöhnliche Projekte. Jeder Auftrag ist einzigartig, aber zwischendurch gibt es immer wieder besondere „Perlen“.

Ein paar ungewöhnliche Aufträge aus meinen Beratungsalltag sind: Campingplatz, Bauchtanzstudio, Physiotherapie für Hunde, Bordell, Bikertreffpunkt, Western Saloon, Zelt, digitale Bank,. Und dann ist da noch der See.

Der See selber hat natürlich nicht um eine Beratung gebeten. Aber es gibt immer wieder innovative Gemeinderäte die interessiert sind einen etwas ungewöhnlichen Weg zu gehen. Und so kam ich zum Feng Shui Auftrag für einen See.

Das Anliegen war, einen etwas vergessenen, kleinen See zu beleben und touristisch besser zu vermarkten, dies unter Berücksichtigung kleinen Budgets. Welche Bereiche eignen sich für Aktivität und wo sind die Ruhezonen? Wo soll ein kleines Buvette entstehen? Wo ist der Kinderspielplatz und wo die Grillstelle? Wie ist die Zufahrt optimal geregelt? Solche Fragen wollten aus der Perspektive von Feng Shui und Geomantie beatwortet werden.

Feng Shui unterteilt Räume in Yin und Yang. Yin ist eher ruhig und zurückgezogen, Yang aktiv und belebt. Mit diesem Ansatz ging ich auch hier als erstes an die Arbeit. Welche Seiten sind bereits jetzt eher belebt von der Umgebung (Fluss, Strasse, Bahnlinie), welche Bereiche eher ruhig? Dementsprechend wurden die einzelnen Zonen eingeteilt. Interessant war ein kleiner, bereits bestehender Damm, der den See in eine liegende Acht unterteilt und der in die Gestaltung miteinbezogen werden konnte. Ein ehemaliges kleines Schützenhaus entpuppte sich als idealer Ort für ein Buvette. Nach Einbezug weiterer Feng Shui relevanter Systeme und einer umfassenden Geomantieanalyse entstand ein stimmiges Konzept, das nun Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Weil Bilder mehr sagen als Worte. Hier eine Bildererklärung:

Der See:

Dieser Teil des Sees bleibt der Natur vorbehalten

Ein kleiner Damm verbindet die beiden Teile des Sees. Links ist der Yin Teil, der touristisch nicht genutzt wird. Rechts ist der Yang Teil der belebt und gestaltet wird.

Ob Beachvolleyball oder Naturspielplatz (noch nicht fertig), diese Bereiche sind im aktiven Teil untergebracht.

Aus dem Schützenhaus wird ein Buvette. Die vorgelagerte Terrasse ist neu und bietet einen schönen Blick auf den See und zum Spielplatz.

Grillplatz und Liegewiese haben einen idealen Standort

Dem genauen Beobachter ist es evt. aufgefallen: Auf der aktiven Seite des Sees wurde ein Wasserskilift eingebaut. Nicht gerade zu meiner Begeisterung, aber wie so oft in der Praxis: Es wird nicht immer alles so wie in der Beratung empfohlen umgesetzt. Das muss es auch nicht. Wichtig ist, dass es der Situation der Kunden entspricht und sie mit dem Ergebnis rundum zufrieden sind.

Ich bin gespannt welche nächste „Perle“ auf mich zukommt und freue mich auf grosse und kleine, alltägliche und ungewöhnliche Projekte.

Praxistipp:

Einen See hat wohl nicht jeder zu Hause, aber das Element Wasser wirkt erfrischend und belebend. Räume, die in ihrer Energie eher stagnierend sind, können mit einem Bild von einem Gewässer angeregt werden. Besonders Nasszellen ohne Tageslicht können mit Wasserbildern aktiviert und aufgewertet werden.

Ausflugstipp:

http://www.zermatt.ch/Media/Attraktionen/Schalisee

Wenn das Feuer der Leidenschaft brennt

13.06.2016

Kürzlich waren mein Mann und ich bei einem privaten Kunden zum Abendessen eingeladen. (Vielen Dank Theo und Marianne, es war super!) Der ganze Balkon war mit Kerzen beleuchtet. In allen Ecken, zwischen den Pflanzen und auch hängend brannten die Lichter. Es sah wunderschön aus und hat dem Treffen eine besonders festliche Atmosphäre verliehen. Dieser Abend inspiriert mich über das Thema Feuer zu schreiben

Das Element Feuer würde man eher mit Winter, Weihnachten, Kerzen und kuschligem Kaminfeuer in Verbindung bringen. Aber im Sommer sind Laternen, Kerzen, Lampion und besonders eine Feuerstelle ideale Mittel um diese Jahreszeit draussen zu zelebrieren und das Feuer in seiner ursprünglichen Form zu erleben.

Aus der Sicht von Feng Shui ist das Feuer eines der fünf Elemente, auf die ein wesentlicher Teil der ganzen Erfahrungswissenschaft aufgebaut ist. Das Feuer vertritt die Eigenschaften von Inspiration, Leidenschaft, Ausstrahlung und Expansion. Beim Menschen drückt sich das aus in Selbstvertrauen, Freude, Begeisterung und Austausch. Die Jahreszeit die dementsprechend zugeordnet wird, ist der Sommer. Die Farben sind rot, zitronengelb und die Formen eher spitzig und dreieckig. Möchte man die Eigenschaften des Feuers in sein Leben integrieren, so lohnt es sich seine Umgebung mit Farben, Bildern und Gegenständen zu gestalten, die das Element Feuer repräsentieren.

Das Feuer hat auch eine tiefe archaische Bedeutung. Das Feuer war früher Licht-, Wärme- und Nahrungsquelle und daher äusserst wichtig. Die, meist weibliche, Person die jeweils zum Feuer schaute, war die „Hüterin des Lebens“ und ihr gebührte grossen Respekt und Aufmerksamkeit. Das Feuer war immer der Mittelpunkt des Menschen. Es war der Ort an dem alle zusammenkamen, assen und sich zugehörig fühlten. Heute ist das offene Feuer eine Seltenheit, aber vielleicht ist das gerade der Grund, dass man sich unbewusst immer wieder gerne in der Küche trifft.

Die Energie des Feuer zu erleben, dafür bietet sich die Sommerzeit besonders gut an. Sei es nun zu Hause oder in der Natur, ein Sommer ohne ein offenes Feuer ist kein richtiger Sommer. Kein Gasgrill, so praktisch er auch sein mag, ersetzt die Energie eines richtigen Feuers. Wir brauchen diese tiefen, alten, archaischen Gefühle von gemeinsam um ein Feuer zu sitzen und die Wärme und Verbundenheit zu fühlen. Ich lade alle ein dies in diesem Sommer mal ganz bewusst zu tun.

Praxistipp:

Jetzt ist Kerzenzeit, auf dem Sitzplatz und im Garten verteilt, geben sie ein wunderbares Licht und verbreiten eine behagliche Atmosphäre. Wer meinen letzten Blog gelesen hat, der wird die Kerzen selbstverständlich in der gleichen Farbe wie seine persönliche Sitzplatzfarbe 2016 wählen.

Das zweite Wohnzimmer

15.05.2016

 

                                                                                        

da staunt sogar die Katze: Pink im Garten!

 

Das zweite Wohnzimmer

Jetzt geht es wieder los mit dem Einrichten von Gartensitzplätzen und Balkonia. Fand man in früheren Häusern kaum Balkone („draussen sitzen“ wurde als unnötig erachtet), so entstehen heute ganze Wohnzimmer im Aussenbereich. Das hat sicher nicht nur mit der Klimaerwärmung zu tun.

Die Gestaltung von Gärten ist immer wieder eine schöne Aufgabe. Sich ein kleines Paradies auf dem Balkon oder im Garten zu schaffen ist ein Bedürfnis das viele Kunden haben. Jetzt hat man Lust die alte Gartenbank neu zu malen, Gartenmöbel zu putzen und sich mit blühenden Pflanzen zu umgeben. Also warum nicht die Feng Shui Beraterin anrufen und mit ihr ein stimmiges Konzept entwickeln? Im Garten lassen sich viele Wünsche verwirklichen, aber das wichtigste ist meistens der Sitzplatz. Was man auch immer gestaltet: Wichtig ist sich jeweils auf dem Sitzplatz niederzulassen und zu spüren wie es sich anfühlt.

Ein schöner Garten macht Freude, aber er gibt auch viel zu tun. Immer wieder höre ich den Wunsch nach einem pflegeleichten und dennoch schönen Garten. „Pflegeleicht“ und „schön“ gehen aber irgendwie nicht zusammen. Was die meisten Menschen als schön empfinden, ist mit viel Aufwand und Knowhow verbunden. Hoch motiviert habe ich bei uns Wildkräuter angesät und freute mich auf die erntefrische Beigabe zum Salat. Leider waren die Schnecken schneller. Die Gartenstühle habe ich aufgefrischt und sie strahlten so lange im frischen weiss bis ein heftiger Regen hässliche dunkle Flecken hinterliess. Der laut Gärtner besonders robuste Hibiskus hielt sich genau eine Woche, bevor er sämtliche Blätter fallen gelassen hat. Solche Anekdoten gibt es zuhauf, aber im nächsten Frühling ist der Ärger des letzten Jahres vergessen, und mit jedem steigenden Grad Temperatur steigt auch die Motivation dieses Jahr den Garten und besonders den Sitzplatz besonders schön zu gestalten. Insofern kann ich meine Kunden bestens verstehen und helfe gerne ihren persönlichen Traum zu erfüllen. Sind die beiden Wörter „schön“ und „pflegeleicht“ im Verlauf des Sommers dann mal überhaupt nicht mehr vorhanden, so habe ich noch einen Trumpf in der Hand: Die direkte Handynummer von Markus und seinem Gartenteam. Ein Anruf genügt und innert kürzester Zeit verwandelt sich der Garten wieder in mein Paradies. Seine Nummer habe ich übrigens unter den „Favoriten“ abgespeichert und gebe sie bei Bedarf auch gerne weiter.

Praxistipp:

Die Farben auf dem Sitzplatz dürfen immer etwas kräftiger als die im Wohnzimmer sein. Ideal ist es, wenn man sich für eine Farbe oder Farbfamilie entscheidet und diese konsequent durchzieht. Kunterbunte Balkone und Sitzplätze haben durchaus auch seinen Reiz. Es ist aber viel schwieriger diese auch harmonisch wirken zu lassen. Hier gilt die Devise: sich auf etwas beschränken und dies ungehemmt ausleben.

                                                                          

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